Disney’s Die Schöne und das Biest

Gesehen am / wo:
(unter Anderem)
 • 31.12.2005,
 Metronom Theater, Oberhausen

 • 25.12.2013,
 Colosseum Theater, Essen

Annie

Die Schöne und das Biest

 

 INFORMATIONEN
 Musik:   Alan Menken
 Text:  Howard Ashman, Tim Rice
 Deutscher Text:   Lutz Riedel
 Erstaufführung:   18.04.1994, Palace Theatre, New York
 deutschsprachige  Erstaufführung:   28.09.1995, Raimund Theater, Wien
 Quelle: Handbuch des Musicals (Schott Verlag) 

 

 HANDLUNG
 1. Akt
In einer kalten Winternacht sucht eine alte hässliche Frau im Schloss eines Prinzen Zuflucht, obwohl sie als Gegenleistung nichts als eine Rose bei sich hat. Arrogant und herzlos weist sie der Prinz ab, weil sie hässlich ist. Die alte Frau warnt ihn, dass wahre Schönheit aus dem Herzen kommt, aber der Prinz lässt sich nicht beirren. Daraufhin verwandelt sich die Frau in eine wunderschöne Zauberin und der Prinz bittet um Vergebung. Doch die Zauberin belegt das gesamte Schloss mit einem furchtbaren Fluch. Der Prinz verwandelt sich in ein schreckliches Biest und sein Gefolge in Hausrat wie Teetassen, Besen, Gabeln und Möbel. Erst wenn das Biest vor dem Fall des letzten Blütenblatts der verzauberten Rose zu lieben lernt und auch selbst Liebe empfängt, kann der Fluch gebrochen werden. Wenn die Rose alle Blüten verloren hat, sind die Schlossinsassen für immer ihrem Schicksal ergeben. Als einziges Fenster zur Außenwelt bleibt ihm ein magischer Spiegel, der ihm alles zeigt, was er sehen will. Als die Jahre vergehen, fällt das Biest in Depression und fragt sich, wer ein solch abscheuliches Monster wie ihn lieben könnte.

Derweil wohnt Belle mit ihrem Vater Maurice in einem kleinen französischen Dorf. Die Dorfbewohner beäugen sie wegen ihrer Vorliebe für Bücher argwöhnisch, doch wissen sie, dass sie die Schönste im Dorf ist. Das bemerkt schließlich auch Gaston, ein Jäger und der Besitzer der Taverne. Er drängt sie, ihn zu heiraten, aber Belle findet ihn unanständig und eingebildet.

Maurice testet indes seine verrückte Erfindung, jedoch gibt sie kurz darauf ihren Geist auf. Er redet sich ein, dass er nie etwas zustande bringen wird und ihn die Leute nie so akzeptieren werden, wie er ist. Doch Belle macht ihm wieder Mut und gemeinsam singen sie von ihrer gegenseitigen Zuneigung. Nachdem Maurice seine fahrbare Erfindung repariert hat, will er sie auf einem Wettbewerb vorführen. Belle schenkt ihm zum Abschied einen selbstgestrickten Schal. Maurice verfährt sich mit seiner Erfindung im Wald und wird von Wölfen aufgegriffen. Panisch vor Angst rennt er blind durch den Wald und landet zufällig beim Schloss des Biestes.

Lumière, der Oberkellner des Schlosses, der sich in einen Kerzenständer verwandelt hat, lässt ihn unter den Protesten von Herr von Unruh, dem Hausmeier, der nun eine Uhr darstellt, in das Schloss hinein. Die Diener des Hauses, alle in Form von Hausratsgegenständen, sorgen für ihn. Babette, ihres Zeichens ein Staubwedel, wärmt ihn auf und Madame Pottine, eine freundliche Teekanne, gießt ihm ein wenig Tee in ihren Sohn, der eine Teetasse ist. Als schließlich das Biest in den Raum kommt, ist es außer sich. Maurice habe Hausfriedensbruch begangen und er sperrt ihn als Gefangenen in das Schlossverlies.

Im Dorf macht sich derweil Gaston bereit, Belle zu heiraten. Als er sie sieht, besingt er sie mit einem selbstdarstellenden Heiratsantrag. Sie weist ihn erneut ab und lässt ihn verwirrt zurück. Als sie sich versichert hat, dass er außer Reichweite ist, beteuert sie ihren Wunsch nach Reisen und Entdecken und dass sie dem Provinzleben entkommen will. Kurz darauf begegnet sie Lefou, dem Handlanger von Gaston, der Maurices Schal trägt. Belle realisiert, dass ihrem Vater etwas zugestoßen sein muss, und sie bittet Lefou, sie dahin zu führen, wo er den Schal gefunden hat. Doch er will nicht und Belle macht sich allein auf den Weg. Auch sie führt es zum Schloss, wo sich Lumière und Herr von Unruh gegenseitig trösten. Bis die letzte Rosenblüte fällt, ist nicht mehr viel Zeit.

Als Belle das Schloss betritt, erkennen die Schlossdiener, dass sie als junge Frau diejenige ist, die den Fluch brechen könnte. Belle gelangt in das Verlies und findet dort ihren Vater, doch das Biest ist nicht bereit, ihn ohne Weiteres gehen zu lassen. Aus Angst, ihr Vater könne im Kerker sterben, opfert sich Belle und bietet sich anstelle ihres Vaters als Gefangenen an. Das Biest ist einverstanden und Maurice darf gehen. Belle muss von nun an für immer im Schloss bleiben. Lumière überredet das Biest, Belle doch wenigstens eine angemessene Bleibe zu geben, wenn sie schon für immer bleibt. Sie wird auf ihr Zimmer gebracht und angewiesen, an diesem Abend mit dem Biest zu speisen. Sie versucht ihre neue Situation zu akzeptieren. Sie macht mit Madame de la Grande Bouche Bekanntschaft, einer Operndiva, die sich in einen Kleiderschrank verwandelt hat. Die Diener versuchen Belle ausgehfertig zu machen, doch sie will nicht mit dem Biest speisen.

In der Dorftaverne ist Gaston deprimiert, weil ihm Belle einen Korb gegeben hat. Die Leute muntern ihn wieder auf, indem sie ein Loblied auf ihn singen. Maurice stürmt herein und versucht den Anwesenden zu erklären, was mit Belle passiert ist. Doch die Dorfbewohner denken, er ist verrückt, und Maurice entscheidet sich dafür, Belle allein zu retten. Gaston hat in diesem Moment eine Idee, die er Lefou mitteilt.

Im Schloss ist Herrn Unruh inzwischen eine Aufziehkurbel gewachsen, was ihn sehr traurig macht. Das macht den Dienern des Hauses klar, dass sie für immer in der Gestalt der Gegenstände bleiben müssen, wenn der Fluch nicht bald gebrochen wird. Da erscheint das Biest und will wissen, wo Belle ist. Als er erfährt, dass sie nicht zum Essen kommt, stürmt er in ihr Gemach und befiehlt ihr am Dinner teilzunehmen. Das jedoch lehnt sie weiterhin ab, selbst nachdem sich das Biest dazu überwunden hat, »bitte« zu sagen. Das Biest wird daraufhin sehr verärgert und droht ihr, sie werde gar nichts zu essen bekommen, wenn sie nicht mit ihm speise. Die Hausdiener sehen ihre Chancen schwinden, eines Tages wieder normale Menschen zu sein, doch Madame Pottine muntert sie wieder auf, nicht aufzugeben. Das Biest sieht in den Spiegel und erblickt Belle, wie sie sich ihm weiterhin verweigert.

Als Belle schließlich hungrig wird, wagt sie sich in das Schloss, wo sie auf die Diener trifft. Ihre Frage nach dem Abendbrot wird sofort von Herrn Unruh zurückgewiesen, aber die anderen überreden ihn letztendlich zum Einlenken. Während Lumiére feierlich das Menü serviert, unterhalten er und alle anderen Diener des Schlosses Belle mit einer fulminanten Cabaret-Show.

Nach dem Essen wird Belle unter der Führung von Herrn Unruh durch das Schloss geführt. Während der Tour setzt sich Belle heimlich beim Westflügel ab, dem einzigen Teil des Schlosses, den ihr das Biest eindringlich verboten hatte zu betreten. Dort sieht sie schließlich die verzauberte Rose. Als sie versucht, sie zu berühren, stürmt das Biest wütend herbei und schreit sie an, sie soll verschwinden. Als sie versucht, den Flügel zu verlassen, ergreift er sie unsanft. Erschrocken, dass er sie so grob berührt hat, verlässt sie das Schloss eiligst. Das Biest realisiert, dass er etwas falsch gemacht hat, doch es ist zu spät sich zu entschuldigen.

 2. Akt

Auf ihrer Flucht gerät Belle in ein Rudel Wölfe, doch das Biest kommt ihr zu Hilfe. Sie hat die Gelegenheit zur Flucht, aber sie bemerkt, dass das Biest verletzt ist, und bringt ihn zurück zum Schloss. Dort pflegt sie es und das Biest bietet ihr die Schlossbibliothek zum Stöbern an. Die Schlossdiener bemerken die neue gewonnene Freundschaft zwischen den beiden.

Belle kommt auf die Idee, zusammen mit dem Biest ein Buch zu lesen, doch sie bemerkt, dass es nicht lesen kann. Sie bietet ihm an, es ihm beizubringen, doch erst mit dem Versprechen, sie werde mit ihm speisen, kann sie ihn überzeugen. Die Schlossdiener freuen sich darauf, bald wieder richtige Menschen zu werden.

Währenddessen treffen sich Gaston und Lefou mit dem Leiter des Irrenhauses, Mounsier d’Arque. Gaston bittet ihn, Maurice für verrückt zu erklären und ihn einzusperren, um Belle damit zu zwingen, ihn zu heiraten.

Als sich das Biest sich für das Abendessen bereit macht, teilt er Lumiére und Herrn Unruh seine Bedenken mit, Belle könne über ihn lachen, wenn er ihr seine Liebe gestehe. Sie stärken sein Selbstbewusstsein, indem sie ihm bestätigen wie ansehnlich er sich herausgeputzt hat. Belle erscheint und sie haben ein wunderbares Dinner. Sie tanzen miteinander. In dem Moment, wo das Biest Belle seine Liebe gestehen will, klagt sie darüber, ihren Vater nicht sehen zu können. Das Biest erlaubt ihr daraufhin, in den magischen Spiegel zu schauen. Sie sieht, dass ihr Vater sich im Wald verlaufen hat. Hin und her gerissen, was er eigentlich will, lässt das Biest sie ziehen und schenkt ihr den Spiegel. Herr Unruh, Madame Pottine und Lumiére treten auf den Plan, um ihm zu dem fantastischen Abendessen zu gratulieren, und sind niedergeschlagen, als sie erfahren, dass Belle fort ist. Madame Pottine bemerkt, dass er sie liebt und dass die Liebe nur noch erwidert werden muss.

Als Maurice und Belle wieder zu Hause sind, fragt Maurice Belle, wie sie dem Biest entkommen konnte. Sie erzählt ihrem Vater, wie das Biest sie hat gehen lassen und wie sich ihre Erwartungen vom Leben verändert haben. Danach erscheint eine Gruppe aus dem Dorf, die Maurice in das Irrenhaus bringen möchte. Gaston bietet Belle an, ihren Vater zu retten, wenn sie ihn heiratet, doch sie lehnt ab. Belle will beweisen, dass ihr Vater nicht verrückt ist, und zeigt den Dorfbewohnern das Biest im Spiegel. Sie bekommen es mit der Angst zu tun. Gaston überspielt seine Angst und überzeugt die Leute, das Biest sei eine Bedrohung für die Dorfgemeinschaft und müsse getötet werden.

Die Leute aus dem Dorf ziehen zum Schloss und verwickeln die Schlossdiener in einen Kampf. Gaston kämpft mit dem Biest, doch das Biest, niedergeschlagen in dem Glauben, Belle werde nie zurückkehren, wehrt sich nicht. Er verteidigt sich nur selber, als Gaston davon spricht, Belle zu heiraten. Als das Biest Gaston schließlich töten will, realisiert er, dass er es nicht über sein Herz bringt. Gaston ergreift die Gunst der Stunde und rammt dem Biest einen Dolch in den Rücken. In dem Moment verliert Gaston das Gleichgewicht und fällt vom Dach. Inzwischen ist Belle bei dem Biest. Er legt seinen Kopf in ihren Schoss und ist dabei zu sterben. Belle beginnt zu weinen und sagt, dass sie ihn liebt, noch kurz bevor das letzte Blütenblatt der Rose zu Boden fällt. Das bricht den Zauber und das Biest verwandelt sich in einen schönen Prinzen. Auch die Schlossdiener werden wieder zu Menschen. Das Biest und Belle küssen sich. Am Ende ist Belle auch wieder mit ihrem Vater vereint und singt mit allen Figuren das Schlusslied.

Quelle: wikipedia.de; gekürzt durch Holger Friedberg